Reeg
- Familienforschung
Reeg in
Deutschland
Zur Untermauerung meiner
Annahme, der Name "Reeg"
sei im Odenwald entstanden, habe ich untersucht, wo der Name in der Vergangenheit außerhalb des Odenwaldes aufgetreten ist.
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Reeg im
Coburger Land, Südthüringen
Um 1600 ist ein Hans Ernst Reeg, evangelisch, Schneider in Beuerfeld bei Coburg. nachgewiesen Seine Tochter Katharina Reeg. 1614
-1685, heiratete (in Meeder b.
Coburg)
am 28.11.1636 den Bäcker Claus Rüger aus Moggenbrunn und in 2. Ehe am 17.4.1638 Michael Fenzlein
1593 – 1686. In und um Coburg gibt es heute noch eine kleine Reeg-Population, die sicher auf diesen
Ahnherrn zurückgeht. Dort findet man neben "Reeg" auch die Schreibweise "Reg".
Quelle: Ahnenliste Walter Kerl,
Marktleuten; eigene Recherchen
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Reeg im nordöstlichen
Unterfranken
In Hofheim/Unterfranken (ca. 40 km südwestlich von Coburg) gab es ebenfalls
bereits 1595 mindestens einen Reeg. Darauf
deutet die Erwähnung einer Königshube mit ca. 32 Morgen als "Reegenhub" hin. 1672 ist ein Schultheiß Jorg Reeg, resigniert 1681, nachgewiesen. Aus Hofheim stammte
der Frater Karl Reeg, Converse in der Abtei Bildhausen (bei
Münnerstadt). Die Reeg in Hofheim sind erst in der Mitte des 20.
Jahrhunderts in der Namensgeberlinie ausgestorben.
Ein Niclaus Reeg aus diesem Stamm und sein Sohn Josef Reeg waren im 18. Und 19. Jahrhundert Schulmeister in Augsfeld bei Haßfurt und ein
Sohn von Josef Reeg, Michael Reeg, Schullehrer in Geldersheim bei Schweinfurt.
Letzterer hinterließ seine vollständige Schulmeisterbibliothek
des 18. Jahrhunderts, die im Stadtarchiv Schweinfurt unter
der Bezeichnung "Reeg-Bibliothek" aufbewahrt
wird. Die Hofheimer Reeg waren im Gegensatz zu den hessischen, die evangelisch
waren, katholisch.
Quelle:
Hofheim - Vermehrter und verbesserter Beitrag zu dessen Geschichte, Dr.
M Wieland
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Reeg in Mittelfranken
seit 1668
In Mittelfranken fand ich
1686 den ersten Namensträger, Wolfgang Reeg. Er ist als
evangelischer Exulant (Glaubensflüchtling) aus Markt Taubeneck,
Böhmen, nach Höttingen bei Weißenburg
eingewandert und hat dort am "19. Sonntag nach Trinitatis" geheiratet
(wohnhaft in Kattenhochstatt?). Der Name seines
Vaters war Hans Reeg.
Dann (genannt 1791) tauchen in Sondernohe ein Lehrer Nikolaus Reeg (1727 – 1804),
katholisch, und sein Sohn Nikolaus Reeg
(*1760) ebenfalls
als Lehrer in Unteraltenbernheim auf. Sie haben
zahlreiche Nachkommen, die u. a. noch in Sondernohe, Unteraltenbernheim und Obernzenn sowie
in der Gegend von Nürnberg, Bad Windsheim und Drosendorf/Hollfeld zu finden sind.
Wolfgang Reeg könnte der Stammvater der mittelfränkischen Reeg
sein. Eine Verbindung zu ihm wurde bisher aber noch nicht gefunden. Dagegen
lassen sich die meisten Reeg in Mittelfranken auf den Lehrer Nikolaus Reeg (*1727) zurückführen. Er kam vielleicht aus dem Großraum Coburg oder aus der Hofheimer Sippe nach Sondernohe. Für seine Herkunft aus Oberfranken spricht seine Verehelichung mit
einer Barbara Gareis von Medlitz bei Rattelsdorf (in der Nähe von Coburg); für Hofheim/Ufr.
sein Religionszugehörigkeit (röm.-kath.).
Hans Reeg, Drosendorf/Hollfeld
(nebenstehendes Bild) war der Herausgeber der "REEG-Blätter", einer
Dokumentation seiner Familiengeschichte und der Geschichte der
mittelfränkischen Reegs.
Er ist ein direkter Nachkomme des vorgenannten Lehrers Nicolaus Reeg. Alles, was über die Nachkommen dieses Nicolaus Reeg in meinen Seiten zu finden ist, habe
ich mit dem Einverständnis von Hans Reeg
aus seinen „REEG-Blättern“ übertragen. Hans Reeg hat
freundlicherweise auch meine Arbeiten in den „REEG-Blättern“ publiziert, obwohl bisher noch keine
verwandtschaftliche Verbindung zwischen den Mittelfränkischen und unseren
Odenwälder Familien hergestellt werden konnte. Leider ist Hans Reeg
zwischenzeitlich verstorben.
Quellen: „REEG-Bätter „ Herausgeber Hans
Reeg, Drosendorf/Hollfeld; "Exulanten in der Stadt und Bezirk Weißenburg
und Dekanat Heidenheim" von Dr. Karl Gröschel, herausgegeben im Jahr 1935)
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Reeg im Saarland
Im Saarland
taucht kurz nach 1700 ein "Jakob Reeg aus Linden" auf. Er heiratete um 1730 in Selbach Eva Emmerich aus Selbach (*1704, +25.06.1784). Das Ehepaar hatte zahlreiche
Nachkommen, die sowohl als "Rech"
Sohn bzw. Tochter von Jakob Rech und Eva Emmerich als auch von Jakob Reeg und Eva Emmerich dokumentiert
sind. Das Heiratsdatum von Jakob Reeg und Eva Emmerich wird an anderer Stelle mit 1727 angegeben.
Heute noch leben in Linden, Selbach und Neunkirchen im Saarland Nachkommen mit dem Namen "Rech". Einer aus diesem Clan, Herr Helmut Rech, hat mir freundlicherweise Auszüge aus seiner
Ahnentafel überlassen.
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Reeg im übrigen
Bundesgebiet
Außerhalb des Odenwalds, Frankens, dem Saarland und der Eifel konnte ich in Deutschland keine länger ansässigen Reegs finden. Die meisten von
mir (auch im peripheren) Bundesgebiet Befragten führten ihre Abstammung auf die
Odenwälder-, einige wenige auf die Mittelfränkischen- und einer auf die
Oberfränkischen/Thüringischen (Coburger) Reeg zurück.
Frau Marga Bremer machte mich auf eine Reech/Reeg/Regh-Population in der Eifel aufmerksam. Die Daten, die
sie mir übermittelte, habe ich (noch) nicht aufgenommen, weil ich bisher noch
keinerlei Verbindung ausmachen konnte. Ich arbeite noch daran. Auch hierzu sind mir weitere Hinweise willkommen).
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Hier aufrufen:
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In dieser Karte wird die
Verbreitung des Namens Reeg
innerhalb der Bundesrepublik Deutschland anschaulich darstellt. Fahren Sie
mit der Maus die mit farbigen Punkten gekennzeichneten Orte an.
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Stand: 16.07.2007